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Margit Seibel: Abenteuern auf der Spur

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Margit Seibel: "Ich möchte spannend unterhalten" Im Juni erschien mit "Ritter Cunrads Schatz" der zweite Band um das Forscherteam von Margit Seibel. Im Interview mit "Lesen in Bad Nauheim" erzählt die Autorin aus Breidenbach über das Schreiben von Kinderbüchern, ihre Ziele und die Entstehungsprozesse.  Wie entstand die Idee, Kinderbücher zu schreiben? Eigentlich wollte ich schon als  Kind spannende Geschichten schreiben, in denen Kinder Abenteuer erleben und sich bewähren müssen. Mich selbst haben solche Geschichten schon früh begeistert. Sie tun es noch heute. Als mein Enkel Samuel acht Jahre alt wurde, dachte ich, dass es jetzt Zeit für das Kinderbuch sei, das ich schon so lange schreiben wollte. Wenn ich mich recht entsinne, hat er damals drei Kapitel meiner Buchidee bekommen, mehr sollten folgen. Aber, dann war erst einmal wieder "Ende Gelände". Leider habe ich es erst sechs Jahre später geschafft, ernsthaft anzufangen. Margit Seibel (Foto: p...

Ein Abenteuerbuch mit Pfiff

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"Ritter Cunrads Schatz" von Margit Seibel Margit Seibel und ich kennen uns aus früheren gemeinsamen Tagen als Buchhandels-Auszubildende in Gießen. In den vergangenen Monaten hatten wir eine inspirierende Zusammenarbeit, die uns beiden viel Spaß machte.  Wir vereinbarten, gegenseitig unsere Bücher zu lektorieren, die wir gerade schrieben. Da ich in den achtziger Jahren einige Semester Vor- und Frühgeschichte studiert habe, fand ich Margits Manuskript „Ritter Cunrads Schatz“ besonders interessant. Damit verlegt die Breidenbacherin das zweite Abenteuer ihres Forscherteams, welches schon "Das Geheimnis der Großen Steine" erkundet hat, in die Welt der Archäologie. Schauplatz ist die spätmittelalterliche Burg Auenfels, deren reales Vorbild Schloss Biedenkopf ist. Während der Ferien begeben sich die jungen Helden und die Heldin dort auf Schatzsuche: die Siebtklässler Simon, Tom, Florian und die zehnjährige Emma. "Ritter Cunrads Schatz" von Margit Seibel (Bild: Pe...

Wetterauer Lesefestival

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Lust auf Lesen Wetteraukreis (pdw). Nachdem pandemiebedingt zweimal das Wetterauer Lesefestival ausgefallen ist, wird es jetzt zwischen dem 9. und 24. Mai stattfinden. Das teilte Landrat Jan Weckler in einer Presseerklärung mit. Gemeinsam mit Stephanie Roser (Bibliothekszentrum Friedberg) und Sabine Coldehoff (Die mobile Buchhandlung - LeseHorizont) hat Landrat Jan Weckler am heutigen Freitag (29. April) das Programm vorgestellt.   Unser Bild zeigt von links:  Stephanie Roser (Bibliothekszentrum Friedberg), Landrat Jan Weckler und Sabine Coldehoff (Die mobile Buchhandlung - LeseHorizont) Foto: Wetteraukreis.  Wie in den Vorjahren hat Sabine Coldehoff von der mobilen Buchhandlung LeseHorizont wieder die organisatorische Leitung des Projektes übernommen. Gemeinsam mit Stephanie Roser hat sie auch die Autorinnen und Autoren für das Lesefestival verpflichtet.   Zwischen dem 9. und dem 24. Mai laden 14 Bibliotheken aus dem gesamten Wetteraukreis Schülerinnen und S...

Zu Besuch bei Jule Heck

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  Eine Geschichte, die nicht loslässt   Jule Heck (Foto: Petra Ihm-Fahle) Nachdem ich den neuen Roman "Die Blaue Stunde" von Jule Heck gelesen habe, war ich bei der Autorin in Münzenberg. Dort habe ich mich mit ihr über ihr Buch unterhalten.  Jule, mit „Die blaue Stunde“ hast du einen Gesellschaftsroman vorgelegt. Wieso ist es diesmal kein Krimi geworden?   Ursprünglich wollte ich immer Gesellschaftsromane schreiben. Es war eher Zufall, dass ich zum Krimischreiben gekommen bin. Ein Freund, der krank war, lieh sich sämtliche Krimis aus meinem Bücherregal aus. Als er alle ausgelesen hatte, sagte ich: „Ich schreibe einen für dich.“ Nun habe ich mir den Wunsch erfüllt und den Gesellschaftsroman geschrieben. Das liegt mir eigentlich mehr. Mittlerweile habe ich acht Krimis geschrieben, zwei müssen es noch werden.   Hat dich der Erfolg angespornt?   Mein erstes Buch wollten damals viele Leute lesen, weil sie mich kannten, aus der Umgebung waren und...

Ein starker Frauenroman

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 "Die blaue Stunde" von Jule Heck Jule Heck, hier mit ihrem Dackel Amy (Archivfoto Petra Ihm-Fahle) Nach anregenden Schmöker-Stunden habe ich die Lektüre beendet und bin sehr angetan: von Jule Hecks neuem Buch „Die blaue Stunde“. Die Autorin aus Münzenberg hat mit dieser Geschichte um das Leben einer starken Frau einen großen Sprung nach vorn getan. Bis dahin schrieb sie weitgehend Kriminalromane, die Münzenberg und die Wetterau als Schauplatz hatten. „Tod im Schatten der Burg“ lautete dabei das Motto ihrer erfolgreichen Titel. "Die blaue Stunde" dürfte eher weibliche Leser ansprechen. Jule Heck erzählt anschaulich Schon manchmal war mein Eindruck, dass die anschauliche Art, das Alltägliche zu beschreiben, der Autorin besonders liegt. Diese Einschätzung fand ich bestätigt, während ich ihr neues Buch las. In diesem findet sich übrigens eine Reminiszenz an ihre früheren Werke - das ist ein Dackel namens Erdmann.      Jule Heck: Ihre Heldin heißt Hella Auch wenn „Die...

"Die blaue Stunde" von Jule Heck

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Repro: Ihm-Fahle Mit Vergnügen lese ich "Die blaue Stunde" von Jule Heck, um das es in den nächsten Blogbeiträgen von "Lesen in Bad Nauheim" gehen wird. Diesmal legt die Autorin aus Münzenberg keinen Krimi, sondern einen Gesellschaftsroman vor. Schon der Einstieg beginnt flott und macht Lust auf mehr. Typisch für Jule Heck ist die anschauliche unterhaltsame Art, zu erzählen.  Es geht um die 17-jährige Hanna, die ungewollt schwanger wird. Im Bayern der siebziger Jahre gibt es keinen anderen Weg, als den Vater ihres Babys zu heiraten; den acht Jahre älteren Architekten Stefan. Darauf besteht ihre Mutter, die sich dadurch den Aufstieg in eine andere Gesellschaftsschicht erhofft. Es ist nicht die große Liebe zwischen dem jungen Ehepaar, aber die beiden machen das Beste daraus. Auf Dauer kann dieses Arrangement Hanna aber nicht zufriedenstellen.  Jule Heck: Die blaue Stunde Edition Winterwork Borsdorf 2021 396 Seiten ISBN 978-3-96014-845-6  € 12,90  

"Mondia oder die Verschwörung der Gleichen" von Luise Link

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Luise Link (Foto: Petra Ihm-Fahle) Mit „Mondia oder Die Verschwörung der Gleichen“ hat Luise Link aus Rockenberg einen unterhaltsamen Zukunftsroman vorgelegt. Im Mittelpunkt steht Anne, die im Riesenstaat Mondia lebt. Die Bürger, die Gleichen, werden von einer Elite der Gleichen regiert. Das Motto des kontrollierten Systems lautet „Gleichheit und Gerechtigkeit“. An ihrer Spitze steht ein PRIMEQUI, ein Führer auf Zeit. Kann das gutgehen? Luise Link: Heldin soll Artikelserie schreiben Als Anne bei einem Verlag anfängt, erhält sie einen Spezialauftrag. Sie soll eine Artikelserie über die einst gefeierte Pianistin Nora Fichtner schreiben, die mittlerweile eine Seniorin ist und zurückgezogen lebt. Dafür räumt Verlagsleiter Edwin Schneider der jungen Frau überraschend viel Zeit ein. Während der Treffen mit Nora beginnt Anne, freundschaftliche Gefühle für ihre Interviewpartnerin zu entwickeln. Bald merkt sie, dass es um etwas anderes als die musikalische Karriere der Pianistin geht. Wie sich ...