Die eingemauerte Nonne
Heute Vormittag habe ich mir eine Menge Zeit für das Briefprojekt und das Aussortieren der Bücher genommen. Nachdem ich zunächst einen Umschlag kreiert und weitere bereits fertige Umschläge mit Kleber versehen hatte, begann ich also, Bücher zu sortieren. Dabei hatte ich auch zwei schmale Bändchen mit hessischen Sagen vor mir. Ehrlich gesagt, wollte ich sie sofort in den Papiermüll werfen, aber dann schaute ich den Inhalt durch. Und siehe da, mir erschloss sich eine Fundgrube an ganz kurzen, kleinen Sagen.
Ich kam auf die Geschichte einer angeblich eingemauerten Nonne im Kloster Konradsdorf. Sie soll einen Liebhaber gehabt haben, weshalb man sie in einer Nische einmauern wollte. Da sie bereits zwei Kinder von ihrem Liebsten hatte, bat sie darum, sie nicht von ihren Sprösslingen zu trennen. Daraufhin mauerte man laut der Sage die Kinder mit ihr ein. Auf der Wand dieser Nische soll ein Bild dieser Frau mit ihren zwei Kindern zu sehen sein. Ich habe gegoogelt und tatsächlich ein Bild von einer jungen Frau mit zwei Kindern gefunden, das Konradsdorf zuzuordnen ist. Das soll aber laut einem Bericht der FAZ eine Andachtstafel sein. Ich müsste mal nach Konradsdorf fahren und mir das vor Ort anschauen ...


Spannend. So eine ähnliche Geschichte wurde in "Die Kathedrale des Meeres" glaube ich, erzählt. Aber gut, ich denke, dass das in der Literatur öfter vorkommt. Aber in echt!? Das wäre mal eine zu erzählende Geschichte.
AntwortenLöschenEs gibt ein Bild in dem Kloster mit einer Frau und zwei Kindern. Darum rankt sich sicher diese Legende und es ist vermutlich nichts dran.
Löschen