Weihnachtsträume
Wenn ich mir dieses alte Bilderbuch anschaue, erinnere ich mich daran, wie lange ich mich als Kind mit so etwas beschäftigen konnte. Ich schaute mir den Weihnachtsbaum und die Spielsachen an, die die Kinder auf dem Bild bekommen hatten. Dann träumte ich mich in diese Welt hinein. Spielte im Geiste mit diesen Kindern, dachte mir Geschichten aus, die rund um den geschmückten Baum passieren konnten. Das hatte einen ähnlichen Reiz, wie beispielsweise mit dem Puppenhaus zu spielen. Ich erinnere mich auch an die Adventskalender, die wir früher hatten. Als die Schokoladenkalender aufkamen, war ich schon ein Teenager, vielleicht 14 Jahre alt. Diese Kalender waren nicht so schön, aber natürlich war es toll, jeden Morgen ein Stück anders geformter Schokolade zu essen.
Die Bildchen-Kalender haben mir besonders gut gefallen. Auch davor saß man lange, schaute sich die kleinen Motive an und träumte sich in den Adventskalender hinein. Es war so viel bescheidener als heute. Man muss sich nur mal die Sachen anschauen, die diese Kinder auf dem Bild bekamen, ein Buch, ein Ball, eine Puppe. Die Kerzen waren echt. Natürlich haben elektrische Lichter ihre Vorteile; es kann nicht so leicht brennen. Ich weiß noch, wie ich mir als Kind das Kleid an einer Kerze des Weihnachtsbaums verbrannte. Dass ich mich nicht verletzte, lag nur an dem Taschentuch in meinem Ärmel – genau an der Stelle, wo die Flamme loderte. Meine Mutter schlug sie mit der flachen Hand sofort aus, und so war außer dem Schreck nichts passiert. Die Weihnachtszeit ist eine schöne Zeit, auch wenn ich nicht bei Schnee und Eis mit dem Auto fahren mag.
Jedes Jahr hoffe ich auf einen milden Winter. Schau'n wir mal ...

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